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Ausbildung 2018/2019

Ausbildung zur freiwilligen Suchtkrankenhelferin/zum freiwilligen Suchtkrankenhelfer

Die Ausbildung wird gefördert durch Mittel des Diakonischen Werkes evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V. und der Diakonie im Oldenburger Land, der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und der EEB-Niedersachsen. Träger ist die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Suchtfragen in Niedersachsen (ELAS). Die Ausbildungen werden in der pädagogischen Verantwortung der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen durchgeführt (§ 8 Abs. 1 Nieders. Erwachsenenbildungsgesetz NEBG).

EEB Niedersachsen
EEB Niedersachsen

Termine 2018/2019

632.93

1. WE 21.09. - 23.09.2018
2. WE 02.11. - 04.11.2018
3. WE 30.11. - 02.12.2018
4. WE 11.01. - 13.01.2019
5. WE 15.02. - 17.02.2019
6. WE 22.03. - 24.03.2019
7. WE 26.04. - 28.04.2019

Ausbildungsleitung:

Martina Lapins, Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Uelzen 
Jens Keffel, Fachambulanz Sucht Emsland, Meppen

Tagungsstätte:
Evangelische Heimvolkshochschule Loccum e.V.
Hormannshausen 6 - 8
31547 Rehburg-Loccum
Tel. 05766 - 9609 - 0, Fax 05766 - 9309 - 0
info@hvhs-loccum.de, www.hvhs-loccum.de

Informationen zur Ausbildung


Ziel:
Die Ausbildung vermittelt abstinent lebenden suchtkranken Menschen und Mitbetroffenen die Informationen und Fertigkeiten, die erforderlich sind, um Aufgaben als freiwillige Mitarbeiterin und freiwilliger Mitarbeiter in der Suchtkrankenhilfe zu übernehmen. Diese Ausbildung ist keine berufliche Qualifikation mit formal anerkanntem Abschluss. Die Teilnahme wird mit einem Zertifikat bestätigt.

Inhalt:
Die Ausbildung vermittelt den Teilnehmenden Grundkenntnisse über Ursachen, Verlaufsformen und soziale Folgen der Suchterkrankung, sowie über Hilfemöglichkeiten.

Methode:
Die Inhalte werden in verschiedenen Formen der Gruppenarbeit vermittelt. Die Vermittlung der Inhalte erfolgt in Anlehnung an die Grundlagen der Themenzentrierten Interaktion (TZI). Im Gegensatz zu frontalen Unterrichtsmethoden soll durch Eigenverantwortung und „beteiligt sein“ den Teilnehmenden ein „lebendiges Lernen“ ermöglicht werden. Lernen hat auch Verhaltensänderung und Persönlichkeitsentwicklung zum Ziel. Die Ausbildung wird deshalb auch als Persönlichkeitsbildung der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstanden. Die Reflexion des Rollenverhaltens der Teilnehmenden ist Bestandteil der Ausbildung, ebenso wie die Betrachtung des gruppendynamischen Prozesses in der Ausbildungsgruppe. Die Unterrichtseinheiten (Theorie) und die interaktionellen Seminarteile (Selbsterfahrung) bilden zusammen eine sinnvolle Einheit. Das Lernen bleibt lebendig.

Wichtig ist auch die gemeinsame Unterbringung der Ausbildungsgruppe in der Tagungsstätte. Dadurch bietet sich die beständige Möglichkeit des Kontaktes und Austausches; sie ist deshalb verbindlich.

Persönliche Voraussetzungen:
Die Teilnahme an dieser Ausbildung setzt Kontaktfähigkeit, Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit eigenen Möglichkeiten und Grenzen voraus. Bei Suchtkranken ist eine zweijährige Suchtmittelabstinenz - bei nicht stoffgebundener Sucht ein entsprechender Abstand seit Überwindung der Sucht - erforderlich. Bei Partnerinnen und Partnern von Suchtkranken muss ein Zeitraum von zwei Jahren zwischen dem Beginn der Ausbildung und der Überwindung der Sucht durch die Suchtkranke /den Suchtkranken liegen.
Auch bei nicht betroffenen Teilnehmer/innen wird an den Seminarwochenenden die Bereitschaft zur Abstinenz vorausgesetzt.

Zugang zur Ausbildung:
Die Entscheidung über eine Anmeldung zur Teilnahme erfolgt durch die zuständigen Fachstellen für Sucht und Suchtprävention, die die Anmeldung bei der ELAS-Geschäftsstelle vornehmen.

Dauer:
Sieben Wochenendseminare mit insgesamt 140 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.

Finanzierung der Ausbildung:
Die Finanzierung der Ausbildung erfolgt durch
•  Zuschüsse der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover,
•  Zuschüsse des Diakonischen Werkes evang. Kirchen in Niedersachsen e.V. (DWiN e.V.) und der Diakonie im Oldenburger Land,
•  Zuschüsse der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen,
•  den Eigenanteil, den der oder die Teilnehmende selbst zahlt,
•  den Beitrag, den die entsendende Institution entrichtet.

Kosten für die Teilnehmerinnen / Teilnehmer:
siehe Anmeldebedingungen

 

 

Inhalte der Ausbildung


1. Sucht und Gesellschaft: Abhängigkeit im Kontext der Lebensbedingungen
•  Die Bedeutung für die und ihre Wechselwirkung mit der Gesellschaft
•  Gebrauch / Missbrauch / Abhängigkeit
•  Unterschiedliche Ausweichmuster
•  Einordnung als Krankheit

2. Formen der Sucht (Beschreibung und Wirkungsweise)

Substanzbezogene Süchte
•  Alkohol
•  Medikamente
•  Nikotin
•  Illegale Drogen

Verhaltensbezogene Süchte
•  Beschreibung von Essstörungen, pathologischem Glücksspiel, Mediensucht, Beziehungsstörungen, Arbeitssucht u. a.

3. Sucht (Abhängigkeitserkrankungen) und ihre Behandlung

Individuelle Entstehungsbedingungen
•  Körperliche Faktoren
•  Seelische Faktoren
•  Soziale Faktoren
•  Geschlecht

Krankheitsbild
•  Symptome
•  Verlauf und Formen der Abhängigkeit
•  Folgeerkrankungen
 

4. Suchtumfeld: Auswirkungen und Wechselwirkungen von Sucht auf/mit
•  Partnerschaft/Sexualität
•  Familie
•  Kinder
•  Eltern
•  Freunde / Freizeitbereich
•  Arbeitsplatz
•  Schule


5. Umgang mit der Sucht
Phasen des Ausstiegs
•  Motivation zur Veränderung
•  Veränderungsbereitschaft
•  Einsichten und Umsetzung
•  Erreichung von Abstinenz/Verhaltensänderung
•  Umgang mit dem Rückfall
•  Suchtverlagerung

6. Das Hilfesystem

Vermittlung von Kenntnissen zur Organisation und den Strukturen des Suchthilfesystems mit den folgenden Arbeitsbereichen:
•  Selbsthilfe
•  Niedrigschwellige Hilfsangebote
•  Medizinische Hilfen
•  Komplementäre Einrichtungen (Heime, betreutes Wohnen usw.)
•  Beratungsstellen
•  Behandlung und Rehabilitation/Behandlungsverbünde
•  Nachsorge
•  Prävention

7. Seelsorge als Lebenshilfe
•  Reflexion der eigenen Sinn- und Wertbezüge in der Auseinandersetzung mit dem biblischen Menschenbild
•  Partnerschaftliche Lebenshilfe auf der Grundlage des Evangeliums
•  Fragen nach Schuld und Vergebung, Angst und Hoffnung, Vertrauen und Liebe

8. Die Person der freiwilligen Mitarbeiterin/des freiwilligen Mitarbeiter
•  Motivation für die freiwillige Mitarbeit
•  Erwartungen an die freiwillige Mitarbeit
•  Reflexion der eigenen Verhaltens- und Wertenormen
•  Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte
•  eigenes Konsumverhalten
•  Selbst- und Fremdwahrnehmung/Persönlichkeitsstruktur
•  Individuelle Fertigkeiten und Fähigkeiten
•  Grenzen der Helfertätigkeit
•  Fähigkeit zur Empathie und Abgrenzung
•  Umgang mit Konflikten
•  Formulierung von Fragen, Problemen und Zweifeln
•  Stabilisierung, (Selbst-)Gefährdung
•  Freiwillige Mitarbeiterin/freiwilliger Mitarbeiter im Beziehungsgeflecht von Familie, Arbeitsplatz, Gruppe,   Kirchengemeinde u. a.
•  Rolle als freiwillige Mitarbeiterin/freiwilliger Mitarbeiter im Spannungsfeld von:  Nähe - Distanz, Annahme - Ablösung, Möglichkeiten - Grenzen, Macht - Ohnmacht

9. Strukturelle Bedingungen und rechtliche Grundlagen
•  Organisation und Struktur der Suchtkrankenhilfe
•  Datenschutz und Schweigepflicht
•  Versicherungsschutz
•  Kosten- und Leistungsträger
•  Gesetz über Hilfen für psychisch Kranke und Schutzmaßnahmen, Betäubungsmittelgesetz, Unterbringungsrecht, Jugendschutzgesetz, Nichtraucherschutzgesetz

10. Die Praxis der freiwilligen Mitarbeit

Zielgruppen
•  Abhängige
•  Gefährdete
•  Familie
•  Bezugspersonen im sozialen Umfeld
•  Spezifische Zielgruppen (z. B. Sucht im Alter, Kinder von Suchtkranken)

Aufgabenbereiche
•  Vorsorge und Nachsorge
•  Einzel- und Gruppengespräche (z. B. Motivierende Gesprächsführung)
•  Einzel- und Gruppenarbeit (Selbsterfahrung, Rollenspiel, Interaktionsübungen etc.)
•  Erstkontakte und Begleitung
•  Öffentlichkeitsarbeit
•  Freizeitgestaltung
•  Zusammenarbeit mit Fachstellen für Sucht und Suchtprävention, Fachkrankenhäusern, Rehabilitations- und   Nachsorgeeinrichtungen, Abstinenz- und Selbsthilfegruppen, Ärzten, Apothekern u. a.

Kontakt

ELAS - Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Suchtfragen in Niedersachsen

Ebhardtstr. 3 A
30159 Hannover
Tel. (privat): 0511 3604-288
Fax (Privat): 0511 3604-44288
E-Mail: elas@diakonie-nds.de
Web: www.elas-niedersachsen.de

Bemerkungen: Evangelische Bank
IBAN: DE83 5206 0410 0000 6000 08
BIC: GENODEF1EK1

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